Größtmögliche Sorgfalt
Vorausschauend, effizient und sicher
Wir lassen gegenüber Mensch und Umwelt größtmögliche Sorgfalt walten. Der effiziente Einsatz von Ressourcen und Energien steht dabei im Fokus unseres betrieblichen Umweltschutzes.
Auch Risiken unserer Produkte und unserer Produktion nehmen wir sehr ernst und bewerten sie frühzeitig, um Maßnahmen zu ihrer Beherrschung oder Alternativen zu entwickeln. Im Klimaschutz haben wir uns besonders ehrgeizige Ziele gesteckt und bereits vielfach erreicht.
Mit der weltweiten Initiative „Responsible Care“ hat die Chemieindustrie früher als andere Branchen auf die Produktverantwortung der Hersteller gesetzt. Produktintegrierter Umweltschutz, wie er bei Bayer gelebt wird, hat deshalb alle Phasen des Lebenswegs unserer Produkte im Blick: vom Rohstoff-Einsatz über die Herstellung und den Transport bis hin zur Handhabung, Nutzung und Entsorgung.
Chemikaliensicherheit ist bei Bayer systematisch und effizient organisiert und mit den notwendigen finanziellen Ressourcen ausgestattet. Dabei wenden wir allerdings kein Patentrezept an, denn die Stoffe müssen je nach spezifi schen Anforderungen in ihrem jeweiligen Anwendungsgebiet in einem anderen Zusammenhang betrachtet werden. Auch stellen Behörden im Zuge der Gesetzgebung andere Anforderungen als Kunden. Beim stetigen und vertrauensvollen Informationsfl uss mit Kunden spielt z. B. das Sicherheitsdatenblatt eine entscheidende Rolle. Hier geht Bayer weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus: Wir weisen nicht nur zu den als gefährlich gekennzeichneten, sondern zu sämtlichen Produkten Sicherheitsdatenblätter aus – und folgen damit dem Prinzip: kein Stoff, keine Wir lassen gegenüber Mensch und Umwelt größtmögliche Sorgfalt walten. Der effiziente Einsatz von Ressourcen und Energien steht dabei im Fokus unseres betrieblichen Umweltschutzes. Auch Risiken unserer Produkte und unserer Produktion nehmen wir sehr ernst und bewerten sie frühzeitig, um Maßnahmen zu ihrer Beherrschung oder Alternativen zu entwickeln. Im Klimaschutz haben wir uns besonders ehrgeizige Ziele gesteckt und bereits vielfach erreicht. Zubereitung – also kein Produkt ohne Sicherheitsdatenblatt.
Ein weiteres Beispiel für den verantwortlichen Umgang mit möglichen Risiken sind Sicherheitsbewertungen im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit. Diese sind bei Bayer CropScience als fester Bestandteil in die Produkt entwicklung integriert. So werden beispielsweise die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf repräsentative Nicht-Zielorganismen im Wasser, im Boden und in der Luft untersucht. Laborbedingungen sind dabei nicht unbedingt maßgeblich für die Vielzahl möglicher Effekte. Deshalb schließt die umfassende Bewertung der Produktsicherheit auch Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln unter Freilandbedingungen ein. Darüber hinaus wird durch unsere weltweiten Product-Stewardship-Maßnahmen dafür gesorgt, dass unsere Produkte verantwortungsvoll angewandt werden.
Zur Optimierung der auf den Markt gebrachten Produkte hat Bayer im Jahr 2000 den „Bayer-Öko-Check“ entwickelt. Seine Anwendung hilft, die Umweltbelastungen auf allen Stufen des Produktlebenswegs einzuschätzen und damit bereits bei der Entwicklung neuer Präparate oder Materialien die Weichen richtig zu stellen. Die Portfolio-Veränderungen im Konzern und die Erfahrungen mit der Anwendung in den vergangenen Jahren haben einen Anpassungsbedarf der Methode gezeigt. Daher wird das Vorgehen zur Produktbewertung zurzeit einer umfassenden Revision unterzogen.
REACH: unsere Position für eine neue Chemikalienpolitik
Mit unserem Bekenntnis zur Produktverantwortung unterstützen wir auch das Ziel der EU-Chemikalienpolitik, die Sicherheit aller Beteiligten entlang der Produktkette sowie Verbrauchersicherheit und Umweltschutz weiter zu verbessern. Wir haben daher konstruktiv an der Neugestaltung der EU-Chemikalienpolitik auch durch eigene Vorschläge mitgewirkt. Umweltschutz, Verbraucherschutz und Wettbewerbsfähigkeit müssen in einen guten Einklang gebracht werden. Zahlreiche Gespräche mit Stakeholdern bestätigen uns in dieser Auffassung. Im Vordergrund steht auch die Praktikabilität von reach, damit sich mit dem vorhersehbaren Abschluss der parlamentarischen Beratungen das Augenmerk auf die Implementierung von reach richtet. Wir setzen auf verständliche Umsetzungshilfen. Auch im Unternehmen selbst sind wir tätig und haben einen Prozess zur Vorbereitung auf reach initiiert.
Gleiches gilt für eine weltweit einheitliche Klassifikation und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS; Globally Harmonised System of Classifi cation and Labelling of Chemicals), wie sie auf dem Nachhaltigkeitsgipfel in Johannesburg 2002 für die Zeit bis 2008 formuliert wurde. Als Vorteile wurden dabei Erleichterungen beim grenzüberschreitenden Handel angeführt, die gleichzeitig ein weltweit einheitliches und hohes Sicherheitsniveau beim Umgang mit Chemikalien gewährleisten. Unterschiedlichste Interessen der beteiligten Staaten drohen diese Vorteile aber zusehends zunichte zu machen, so dass der ursprüngliche Zweck verfehlt wird. Bayer setzt sich dafür ein, durch Einbeziehung der Wirtschaft zu einem besseren Entwurf zu kommen.
Gentechnologie: Potenzial für lebensnot wendige Produkte
Die Gentechnologie bietet ein enormes Potenzial für hilfreiche und lebensnotwendige Produkte und Anwendungen in Gesundheit, Ernährung und Umweltschutz. Bayer nutzt diese effiziente Technologie bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren in den drei Anwendungsbereichen „weiße“ Biotechnologie (chemische Produkte, Abwasserbehandlung), „grüne“ Biotechnologie (Nutzpflanzen und nachwachsende Rohstoffe) und „rote“ Biotechnologie (Medikamentenentwicklung und -produktion).
Bei Wirkstoffen der medizinisch-pharmazeutischen, roten Biotechnologie sehen wir erhebliches Wachstumspotenzial. Auch bei der sich dynamisch entwickelnden grünen Biotechnologie sind wir auf Wachstumskurs. Zudem eröffnet diese auch völlig neue Chancen hinsichtlich der effizienten und gezielten Herstellung nachwachsender Rohstoffe. Die weiße Biotechnologie wiederum bietet uns Alternativen zur traditionellen Chemie. Sie ermöglicht Verfahren zur Herstellung von Produkten, die mit traditioneller Chemie nur schwer oder nicht zugänglich sind – beispielsweise komplexe Moleküle wie Proteine.
Auch Risiken unserer Produkte und unserer Produktion nehmen wir sehr ernst und bewerten sie frühzeitig, um Maßnahmen zu ihrer Beherrschung oder Alternativen zu entwickeln. Im Klimaschutz haben wir uns besonders ehrgeizige Ziele gesteckt und bereits vielfach erreicht.
Mit der weltweiten Initiative „Responsible Care“ hat die Chemieindustrie früher als andere Branchen auf die Produktverantwortung der Hersteller gesetzt. Produktintegrierter Umweltschutz, wie er bei Bayer gelebt wird, hat deshalb alle Phasen des Lebenswegs unserer Produkte im Blick: vom Rohstoff-Einsatz über die Herstellung und den Transport bis hin zur Handhabung, Nutzung und Entsorgung.
Chemikaliensicherheit ist bei Bayer systematisch und effizient organisiert und mit den notwendigen finanziellen Ressourcen ausgestattet. Dabei wenden wir allerdings kein Patentrezept an, denn die Stoffe müssen je nach spezifi schen Anforderungen in ihrem jeweiligen Anwendungsgebiet in einem anderen Zusammenhang betrachtet werden. Auch stellen Behörden im Zuge der Gesetzgebung andere Anforderungen als Kunden. Beim stetigen und vertrauensvollen Informationsfl uss mit Kunden spielt z. B. das Sicherheitsdatenblatt eine entscheidende Rolle. Hier geht Bayer weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus: Wir weisen nicht nur zu den als gefährlich gekennzeichneten, sondern zu sämtlichen Produkten Sicherheitsdatenblätter aus – und folgen damit dem Prinzip: kein Stoff, keine Wir lassen gegenüber Mensch und Umwelt größtmögliche Sorgfalt walten. Der effiziente Einsatz von Ressourcen und Energien steht dabei im Fokus unseres betrieblichen Umweltschutzes. Auch Risiken unserer Produkte und unserer Produktion nehmen wir sehr ernst und bewerten sie frühzeitig, um Maßnahmen zu ihrer Beherrschung oder Alternativen zu entwickeln. Im Klimaschutz haben wir uns besonders ehrgeizige Ziele gesteckt und bereits vielfach erreicht. Zubereitung – also kein Produkt ohne Sicherheitsdatenblatt.
Ein weiteres Beispiel für den verantwortlichen Umgang mit möglichen Risiken sind Sicherheitsbewertungen im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit. Diese sind bei Bayer CropScience als fester Bestandteil in die Produkt entwicklung integriert. So werden beispielsweise die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf repräsentative Nicht-Zielorganismen im Wasser, im Boden und in der Luft untersucht. Laborbedingungen sind dabei nicht unbedingt maßgeblich für die Vielzahl möglicher Effekte. Deshalb schließt die umfassende Bewertung der Produktsicherheit auch Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln unter Freilandbedingungen ein. Darüber hinaus wird durch unsere weltweiten Product-Stewardship-Maßnahmen dafür gesorgt, dass unsere Produkte verantwortungsvoll angewandt werden.
Zur Optimierung der auf den Markt gebrachten Produkte hat Bayer im Jahr 2000 den „Bayer-Öko-Check“ entwickelt. Seine Anwendung hilft, die Umweltbelastungen auf allen Stufen des Produktlebenswegs einzuschätzen und damit bereits bei der Entwicklung neuer Präparate oder Materialien die Weichen richtig zu stellen. Die Portfolio-Veränderungen im Konzern und die Erfahrungen mit der Anwendung in den vergangenen Jahren haben einen Anpassungsbedarf der Methode gezeigt. Daher wird das Vorgehen zur Produktbewertung zurzeit einer umfassenden Revision unterzogen.
REACH: unsere Position für eine neue Chemikalienpolitik
Mit unserem Bekenntnis zur Produktverantwortung unterstützen wir auch das Ziel der EU-Chemikalienpolitik, die Sicherheit aller Beteiligten entlang der Produktkette sowie Verbrauchersicherheit und Umweltschutz weiter zu verbessern. Wir haben daher konstruktiv an der Neugestaltung der EU-Chemikalienpolitik auch durch eigene Vorschläge mitgewirkt. Umweltschutz, Verbraucherschutz und Wettbewerbsfähigkeit müssen in einen guten Einklang gebracht werden. Zahlreiche Gespräche mit Stakeholdern bestätigen uns in dieser Auffassung. Im Vordergrund steht auch die Praktikabilität von reach, damit sich mit dem vorhersehbaren Abschluss der parlamentarischen Beratungen das Augenmerk auf die Implementierung von reach richtet. Wir setzen auf verständliche Umsetzungshilfen. Auch im Unternehmen selbst sind wir tätig und haben einen Prozess zur Vorbereitung auf reach initiiert.
Gleiches gilt für eine weltweit einheitliche Klassifikation und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS; Globally Harmonised System of Classifi cation and Labelling of Chemicals), wie sie auf dem Nachhaltigkeitsgipfel in Johannesburg 2002 für die Zeit bis 2008 formuliert wurde. Als Vorteile wurden dabei Erleichterungen beim grenzüberschreitenden Handel angeführt, die gleichzeitig ein weltweit einheitliches und hohes Sicherheitsniveau beim Umgang mit Chemikalien gewährleisten. Unterschiedlichste Interessen der beteiligten Staaten drohen diese Vorteile aber zusehends zunichte zu machen, so dass der ursprüngliche Zweck verfehlt wird. Bayer setzt sich dafür ein, durch Einbeziehung der Wirtschaft zu einem besseren Entwurf zu kommen.
Gentechnologie: Potenzial für lebensnot wendige Produkte
Die Gentechnologie bietet ein enormes Potenzial für hilfreiche und lebensnotwendige Produkte und Anwendungen in Gesundheit, Ernährung und Umweltschutz. Bayer nutzt diese effiziente Technologie bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren in den drei Anwendungsbereichen „weiße“ Biotechnologie (chemische Produkte, Abwasserbehandlung), „grüne“ Biotechnologie (Nutzpflanzen und nachwachsende Rohstoffe) und „rote“ Biotechnologie (Medikamentenentwicklung und -produktion).
Bei Wirkstoffen der medizinisch-pharmazeutischen, roten Biotechnologie sehen wir erhebliches Wachstumspotenzial. Auch bei der sich dynamisch entwickelnden grünen Biotechnologie sind wir auf Wachstumskurs. Zudem eröffnet diese auch völlig neue Chancen hinsichtlich der effizienten und gezielten Herstellung nachwachsender Rohstoffe. Die weiße Biotechnologie wiederum bietet uns Alternativen zur traditionellen Chemie. Sie ermöglicht Verfahren zur Herstellung von Produkten, die mit traditioneller Chemie nur schwer oder nicht zugänglich sind – beispielsweise komplexe Moleküle wie Proteine.
Zeitplan zu REACH1
1 Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals
Damit wir die Chancen nutzen und die Risiken begrenzen bzw. verantwortlich managen können, legen wir sehr großen Wert auf einen verantwortungsvollen Einsatz der Gentechnik. Im Bayer-Programm für gesetzmäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln heißt es dazu: „Für unsere Arbeit mit der Gentechnik bestehen auch Grenzen, die sich aus unseren ethisch geprägten Wertvorstellungen, insbesondere dem Respekt vor dem Leben und der Würde des Menschen, ergeben.“ Gentechnische Eingriffe in die menschliche Keimbahn lehnen wir daher ab.
Pflanzenschutzmittel gehören ebenfalls zu den Produkten, die dank neuer Entwicklungen eine hohe Wirksamkeit aufweisen. Da bei sachgemäßem Einsatz keine Gefahr für Mensch und Umwelt besteht, bieten wir – insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern – den Landwirten im Rahmen unseres Beratungsdienstes seit langem Schulungen an. Im Berichtszeitraum 2004/2005 hat Bayer CropScience dieses Angebot erweitert und Seminare für Kleinlandwirte in der Volksrepublik China, Indien und Bangladesh gestartet. Bei solchen Schulungen wie in der täglichen Arbeit befolgt Bayer CropScience den „Internationalen Verhaltens kodex für den Vertrieb und Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln“ der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aus dem Jahr 2002.
Tierversuche: zum Schutz von Mensch und Umwelt
Für die sichere Entwicklung neuer Wirkstoffe und Produkte werden auch in Zukunft Versuche an Tieren (vornehmlich Ratten und Mäuse) unvermeidbar sein – ein sehr emotionales Thema, das alle drei Teilkonzerne von Bayer berührt. Im Rahmen europäischer Gesetzesvorhaben (REACH, EU-Pflanzenschutzrichtlinie) beteiligt sich Bayer daher mit anderen Vertretern der chemischen Industrie auch intensiv an der Diskussion, welche Auswirkungen diese Regulierungen auf die Zahl der Tierversuche haben. Zur Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission hat sich eine breite Industriekoalition bereit erklärt, die das Konzept „3 R“ (Refinement, Reduction and Replacement) favorisiert. Dieses will die bestehenden Methoden verbessern in Bezug auf einen schonenden Umgang mit den Tieren und eine insgesamt geringere Zahl an Versuchstieren pro Test.
Auch die Entwicklung von Alternativmethoden wird verfolgt. Die Validierung dieser Tests stellt allerdings eine große Herausforderung dar. Und die Aussagekraft ist nicht in allen Gebieten vergleichbar, z. B. bei Langzeiteffekten und der Ermittlung von Dosis-Wirkungsbeziehungen. Daher halten wir Tierversuche für den Schutz von Mensch und Umwelt auch zukünftig für erforderlich. Einen kompletten Ersatz wird es auf abseh bare Zeit nicht geben können.
Dass das „3 R“-Konzept ein viel versprechender Weg ist, beweisen wir bereits heute, indem wir die Anzahl der Tierversuche in allen Abteilungen auf das Mindestmaß reduziert haben: Die Anzahl der Versuchstiere bei Bayer ist im Berichtszeitraum weiter gesunken – von 112.000 Tieren in 2003 auf 95.000 in 2005. Seit 1990 konnten wir damit die Versuchstierzahl um 78 Prozent reduzieren. Mehr als 90 Prozent der Tierversuche, die Bayer vornimmt, sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie gewährleisten u. a. den hohen Standard der Arzneimittelsicherheit und sorgen letztlich dafür, dass wir Menschen den heutigen Medikamenten vertrauen können. Darüber hinaus gibt es noch Tierver suche, die nicht vorgeschrieben sind. Dabei geht es um Grundlagenforschung: Wie laufen bestimmte Prozesse im Organismus ab? Welche Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle? Tierversuche in diesem Bereich tragen dazu bei, das Basiswissen zu liefern, das nötig ist, um neue Therapieformen zu entwickeln.
Pflanzenschutzmittel gehören ebenfalls zu den Produkten, die dank neuer Entwicklungen eine hohe Wirksamkeit aufweisen. Da bei sachgemäßem Einsatz keine Gefahr für Mensch und Umwelt besteht, bieten wir – insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern – den Landwirten im Rahmen unseres Beratungsdienstes seit langem Schulungen an. Im Berichtszeitraum 2004/2005 hat Bayer CropScience dieses Angebot erweitert und Seminare für Kleinlandwirte in der Volksrepublik China, Indien und Bangladesh gestartet. Bei solchen Schulungen wie in der täglichen Arbeit befolgt Bayer CropScience den „Internationalen Verhaltens kodex für den Vertrieb und Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln“ der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aus dem Jahr 2002.
Tierversuche: zum Schutz von Mensch und Umwelt
Für die sichere Entwicklung neuer Wirkstoffe und Produkte werden auch in Zukunft Versuche an Tieren (vornehmlich Ratten und Mäuse) unvermeidbar sein – ein sehr emotionales Thema, das alle drei Teilkonzerne von Bayer berührt. Im Rahmen europäischer Gesetzesvorhaben (REACH, EU-Pflanzenschutzrichtlinie) beteiligt sich Bayer daher mit anderen Vertretern der chemischen Industrie auch intensiv an der Diskussion, welche Auswirkungen diese Regulierungen auf die Zahl der Tierversuche haben. Zur Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission hat sich eine breite Industriekoalition bereit erklärt, die das Konzept „3 R“ (Refinement, Reduction and Replacement) favorisiert. Dieses will die bestehenden Methoden verbessern in Bezug auf einen schonenden Umgang mit den Tieren und eine insgesamt geringere Zahl an Versuchstieren pro Test.
Auch die Entwicklung von Alternativmethoden wird verfolgt. Die Validierung dieser Tests stellt allerdings eine große Herausforderung dar. Und die Aussagekraft ist nicht in allen Gebieten vergleichbar, z. B. bei Langzeiteffekten und der Ermittlung von Dosis-Wirkungsbeziehungen. Daher halten wir Tierversuche für den Schutz von Mensch und Umwelt auch zukünftig für erforderlich. Einen kompletten Ersatz wird es auf abseh bare Zeit nicht geben können.
Dass das „3 R“-Konzept ein viel versprechender Weg ist, beweisen wir bereits heute, indem wir die Anzahl der Tierversuche in allen Abteilungen auf das Mindestmaß reduziert haben: Die Anzahl der Versuchstiere bei Bayer ist im Berichtszeitraum weiter gesunken – von 112.000 Tieren in 2003 auf 95.000 in 2005. Seit 1990 konnten wir damit die Versuchstierzahl um 78 Prozent reduzieren. Mehr als 90 Prozent der Tierversuche, die Bayer vornimmt, sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie gewährleisten u. a. den hohen Standard der Arzneimittelsicherheit und sorgen letztlich dafür, dass wir Menschen den heutigen Medikamenten vertrauen können. Darüber hinaus gibt es noch Tierver suche, die nicht vorgeschrieben sind. Dabei geht es um Grundlagenforschung: Wie laufen bestimmte Prozesse im Organismus ab? Welche Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle? Tierversuche in diesem Bereich tragen dazu bei, das Basiswissen zu liefern, das nötig ist, um neue Therapieformen zu entwickeln.


Vorwort



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