Teilkonzerne und Servicegesellschaften
Bayer HealthCare Bayer Business Services
Bayer CropScience Bayer Technology Services
BayerMaterialScience Currenta
Arthur Higginszoom
Arthur Higgins,
Vorstandsvorsitzender
Bayer HealthCare
Bayer HealthCare

Arthur Higgins, Vorstandsvorsitzender Bayer HealthCare
"Als führendes, innovatives Unternehmen der Gesundheitsbranche engagiert sich Bayer HealthCare in der Forschung mit dem Ziel, den Therapiestandard auf den Gebieten Onkologie, Hämatologie und Kardiologie weiter voranzubringen. Unser Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit geht Hand in Hand mit der gesellschaftlichen Verantwortung unseres Unternehmens. Wir möchten in Zusammenarbeit mit staatlichen und privaten Hilfsorganisationen die großen Gesundheitsprobleme unserer Zeit angehen."

Als forschungsintensives Unternehmen hat Bayer HealthCare (BHC) im Berichtszeitraum 2004/2005 rund zwei Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Wirkstoffe, Medikamente und Diagnosesysteme investiert. Den Schwerpunkt legt BHC auf die Therapie von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu den umsatzstärksten Produkten zählen Ascensia®, eine Dachmarke für Systeme und Serviceleistungen zur Blutzuckermessung sowie die Medikamente Kogenate®, ein gentechnisch hergestelltes Blutgerinnungsfaktor-VIII-Produkt, das Bluthochdruck-Medikament Adalat®, unser Schmerzmittel Aspirin® und das Antibiotikum Ciprobay®/Cipro® zur Behandlung von Infektionskrankheiten.

Forschung auch für seltene Krankheiten
Bayer HealthCare konzentriert seine Aktivitäten nicht allein auf die Entwicklung von Medikamenten, die weit verbreitete Leiden heilen und daher ein großes Umsatzpotenzial besitzen. Der Bayer-Teilkonzern entwickelt auch Therapien für Krankheiten, von denen nur wenige Menschen betroffen sind. Ein Beispiel ist die Behandlung von fortgeschrittenen Nieren- und Leberzellkarzinomen mit dem neuen Krebsmedikament Nexavar®. Im Jahr 2004 erteilten die Europäische Union (EU) und die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) dieser Substanz den so genannten Orphan-Drug-Status für metastasierendes Nierenzell- und 2006 für Leberzellkarzinom. Mit diesem Status werden Medikamente ausgezeichnet, die zur Behandlung seltener Krankheiten entwickelt werden. Den Medikamentenherstellern sichert dieser Status auch Marktexklusivitätsrechte für einen definierten Zeitraum (sieben Jahre in den USA bzw. zehn Jahre in der EU), sofern das Unternehmen bestimmte Anforderungen erfüllt. link 

Ebenfalls im Jahr 2004 erhielt Bayer HealthCare den Orphan-Drug-Status der Europäischen Kommission für die Acetylsalicylsäure zur Behandlung der Polycythemia vera – einer sehr seltenen Krankheit, bei der sich die Blutzellen unkontrolliert vermehren. Damit bestätigt die Kommission, dass durch die zusätzliche Behandlung mit dem Aspirin®-Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) das Risiko der Patienten, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, erheblich gesenkt werden kann. Polycythemia-vera-Patienten leiden insbesondere unter Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüssen, bis hin zu frühzeitigem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Acetylsalicylsäure hemmt das Verklumpen der Blutplättchen und senkt so das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls erheblich.

Klinische Studien öffentlich zugänglich
Von den ersten Schritten der Wirkstoffsuche bis zur Marktreife eines Medikaments vergehen durchschnittlich zehn bis zwölf Jahre. Einen Großteil dieser Zeit beanspruchen die verschiedenen Phasen der vorgeschriebenen klinischen Studien. Die damit verbundenen Kosten summieren sich auf etwa 800 Millionen Euro – ein ebenso notwendiger wie hoher Aufwand: Von 5.000 bis 10.000 untersuchten Substanzen erreicht meist nur eine einzige die Zulassung.

Seit Juli 2005 informiert Bayer HealthCare im Internet über klinische Studien der Divisionen Pharma/Biologische Produkte und Consumer Care. Ärzte, Wissenschaftler und die Öffentlichkeit können dort alle Studien einsehen, die nach dem 1. Oktober 2002 begonnen wurden. Mit diesem Angebot erfüllt BHC Erwartungen an die Transparenz seiner Forschung und handelt im Einklang mit einer entsprechenden Position der Pharmaverbände Europas, Japans und der usa sowie dem Internationalen Pharmaverband (IFPMA).

Aufklärung zur Arzneimittelsicherheit
Geschäfte mit gefälschten Arzneimitteln stellen international ein wachsendes Problem dar. Neben den wirtschaftlichen Schäden kann es bei diesen Fälschungen zu erheblichen Gefahren für das Leben der Patienten kommen. Viele Fälschungen weisen überhaupt keinen oder nicht den richtigen Wirkstoff auf. Zudem können minderwertige Ausgangsstoffe, fehlerhafte Herstellungsprozesse, Verunreinigungen, Zusatzstoffe und unsachgerechte Lagerung zu erheblichen Qualitätsmängeln führen. Bayer HealthCare klärt jetzt mit einer eigenen Webseite auf. Hier gibt es konkrete Tipps, wie Fälschungen erkannt und deren Bezug verhindert werden kann.

Nachhaltiges Engagement von Bayer HealthCare
Dem Wohle der Menschen ist BHC schon durch seine Produktpalette verpflichtet. Neben umfangreichen Forschungsaktivitäten und der Unterstützung von Informations- und Aufklärungsmaßnahmen leistet BHC deshalb auch zahlreiche Sponsoringmaßnahmen und Medikamentenspenden. link 

Um den großen Volkskrankheiten vorzubeugen, engagiert sich BHC für Präventionsmaßnahmen, die möglichst frühzeitig ansetzen. So motiviert Bayer HealthCare die Menschen seit 2004 mit einer groß angelegten Initiative dazu, Erkrankungen durch eigenes Engagement entgegenzuwirken: Wer gesund bleibt, verfügt nicht nur über eine höhere Lebensqualität, sondern spart auch Behandlungskosten und entlastet die Gesundheitssysteme. Für ihre Gesundheits-Initiative hat BHC namhafte Kooperationspartner wie die Deutsche Herzstiftung oder die Deutsche-Diabetes-Stiftung gewinnen können. Mit der „Welt-Herz-Stiftung“ ist BHC im September 2005 darüber hinaus eine dreijährige Projektpartnerschaft eingegangen, um speziell bei der Prävention von Herz- und Gefäßerkrankungen zusammenzuarbeiten.

Eine Kooperation besteht auch mit der Organisation Global Alliance for TB Drug Development (TB Alliance). Dabei soll im Rahmen eines weltweiten klinischen Studienprogramms geprüft werden, ob mit dem Bayer-Antibiotikum Moxifl oxacin (Avalox®) die bisher übliche sechsmonatige Behandlungsdauer der Tuberkulose verkürzt werden kann. Bei einem erfolgreichen Studienverlauf soll Moxifloxacin für die Indikation Tuberkulose eingeführt und den Patienten in Entwicklungsländern zu erschwinglichen Preisen zugänglich gemacht werden.

Im November 2005 hat BHC der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erneut mit einer Medikamenten-Spende beim Kampf gegen die Chagas-Krankheit geholfen. Die Spende umfasst 250.000 Tabletten Lampit® (Wirkstoff: Nifurtimox), insgesamt hat BHC der WHO 500.000 Tabletten Lampit® zur Verfügung gestellt. Außerdem ist BHC bereit, der WHO das Präparat zu einem Sonderpreis zur Verfügung zu stellen, um eine zukünftige und dauerhafte Versorgung zu sichern. Chagas ist in Mittel- und Südamerika eine weit verbreitete parasitäre Infektion. Ihr Erreger wird durch Blut saugende Insekten, Bluttransfusionen mit infiziertem Blut oder bereits im Mutterleib durch die erkrankte Mutter übertragen. Die WHO beabsichtigt, die Chagas-Krankheit bis zum Jahr 2010 zu eliminieren.

Wissensvermittlung für Jugendliche
Im Mittelpunkt der regionalen Aktivitäten von BHC steht die Wissensvermittlung: Die Qualifizierung von Jugendlichen betrachtet BHC als eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft. Da sie nicht erst mit der Ausbildung beginnt, bietet BHC in Deutschland spezielle „BayLab-Programme“, die Neugierde und Forschergeist wecken. Bis Ende 2005 haben pro Jahr mehr als 3.000 Jugendliche dieses Programm genutzt und ihre Kenntnisse im Bereich der Naturwissenschaften erweitert.

Als langfristige Lernpartnerschaft ist ein Projekt mit dem Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal angelegt. Unter dem Dach des Projekts „kurs 21 – Schulen unternehmen Zukunft“, einer Initiative des renommierten „Wuppertal Instituts“ und des „Instituts Unternehmen & Schule“, kommen Schüler und Firmen zusammen. In Diskussionen und Transferprojekten werden grundsätzliche Sichtweisen ausgetauscht und ergründet. Das Ziel: eine bessere Verständigung über das, was eine nachhaltige Entwicklung ist und was sie vom Einzelnen fordert.
Hauptsitz: Leverkusen
Standorte: 100 in allen Regionen der Welt
Mitarbeiter: ca. 33.800 (2005)
Umsatz: 9,43 Mrd. Euro (2005), 8,06 Mrd. Euro (2004)
Spezielle Richtlinien: „Politik für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Qualität“
Managementsysteme: HSE-Systeme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt gibt es an allen Standorten weltweit. Unsere Arzneimittel werden nach den Qualitätsnormen von GMP (Good Manufacturing Practice) hergestellt und überwacht.
Für das Produktportfolio relevante Zertifizierungen: GMP (Good Manufacturing Practice), ISO 9001, OHSAS 18001, GLP(Good Laboratory Practice)
Mitgliedschaften: Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA), Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH), Verband der Diagnostica Industrie e. V. (VDGH), Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT), European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA), International Federation of Pharmaceutical Manufacturers Associations(IFPMA), Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie, German Pharma Health Fund e. V. (GPHF)
Website: http://www.bayerhealthcare.com/
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Prof. Dr. Dr. h. c. Friedrich Berschauerzoom
Prof. Dr. Dr. h. c.
Friedrich Berschauer,
Vorstandsvorsitzender
Bayer CropScience
Bayer CropScience 

Prof. Dr. Dr. h. c. Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender Bayer CropScience
"Durch unsere Nachhaltigkeits-Strategie können wir unseren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in der Landwirtschaft und zur weiteren Wertsteigerung unseres Unternehmens maximieren."

Bayer CropScience zählt zu den weltweit führenden Crop-Science-Unternehmen und ist in den Tätigkeitsbereichen Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft sowie im Saatgutgeschäft und in der Pflanzenbiotechnologie aktiv. Das Unternehmen verfügt über eine ausgewogene Pflanzenschutz-Produktpalette in den Bereichen Insektizide, Fungizide und Herbizide. Umfassende Fachkompetenz, hohe Innovationskraft und internationale Präsenz sind die Grundlagen für den Erfolg. Mit dem weltweit höchsten Forschungs- und Entwicklungsbudget der Pflanzenschutzbranche setzt Bayer CropScience auch in Zukunft auf Wachstum durch innovative Technologien.

Im Berichtszeitraum 2004/2005 beliefen sich die Investitionen in Forschung & Entwicklung auf über 1,3 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2000 hat Bayer CropScience bereits 16 neue Wirkstoffe eingeführt, zwischen 2006 und 2011 sollen weitere zehn folgen. Die Zahl der Patentanmeldungen lag 2004 bei 193, 2005 bei 185 und bestätigt den Ruf von Bayer CropScience als eines der innovativsten Unternehmen seiner Branche.

Freiwilliger Kodex der Pflanzenschutzindustrie
Bayer CropScience bekennt sich zu dem 1985 erstmals veröffentlichten „International Code of Conduct on the Distribution and Use of Pesticides“ der Food and Agricultural Organization der Vereinten Nationen (FAO). Dieser freiwillige Kodex enthält Verhaltensregeln für alle staatlichen und privaten Institutionen und Organisationen, die mit Pflanzenschutzmitteln zu tun haben. Dazu zählt auch die Pflanzenschutzindustrie. Wesentliches Ziel ist es, für eine größtmögliche Gesundheits- und Umweltverträglichkeit von Pflanzenschutzprodukten über ihren gesamten Lebenszyklus zu sorgen, insbesondere im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzes. In der Biotechnologie setzt sich Bayer CropScience für eine verantwortliche Entwicklung der Wissenschaft ein. Sicherheit für Umwelt, Verbraucher und Landwirte zu gewährleisten, ist unser oberstes Gebot. In vielen Ländern und seit vielen Jahren setzen Millionen von Landwirten mit großem Erfolg innovatives Saatgut ein, dass mithilfe von pflanzenbiotechnologischen Verfahren verbessert wurde. Wir sind überzeugt, dass auch in Europa die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Technologie mehr und mehr erfolgen wird, je deutlicher der Nutzen für den Verbraucher sichtbar wird. Schon in der frühen Forschungsphase beziehen wir Aspekte von Stakeholdern ein.

Meilensteine unserer Nachhaltigkeitsstrategie
Den entscheidenden Anstoß, eine Nachhaltigkeitsstrategie für BCS zu erarbeiten, gaben im Jahr 2002 der Weltgipfel für eine nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (Südafrika) und die Neuaufstellung von Bayer CropScience. Den Startschuss markierte eine Befragung interner und externer Stakeholder im Jahr 2003, die von der britischen Nichtregierungsorganisation „Stakeholder Forum for Our Common Future“ fachlich begleitet wurde. Im Jahr 2004 lag schließlich eine ausgereifte Strategie zur nachhaltigen Landwirtschaft vor, deren Umsetzungsphase im selben Jahr begann. Außerdem wurden das BCS-Projektteam „Nachhaltigkeitsstrategie“ etabliert und ein umfassendes Programm ausgearbeitet. Seine Ziele stehen im Einklang mit der Konzern-Nachhaltigkeitsstrategie, die Prinzipien der Nachhaltigkeit konsequent im Management zu verankern und die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft durch innovative Produkte voranzutreiben.

Eine Reihe neuer Produkte von Bayer CropSience aus dem Berichtszeitraum 2004/2005 erlangte weit verbreitete Anerkennung: Dem neuen insektiziden Saatgutbehandlungsmittel Clothianidin(Handelsmarke: Poncho®) sowie den Mitteln Fluoxastrobin und Prothioconazole, die gegen Pilzbefall wirken, gewährten die us-Behörden den Status „Organophosphat-Alternative“ bzw. den „Reduced Risk“-Status. Die Organophosphate zählen zu den wichtigsten Pflanzenschutzmitteln der Klasse I der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die WHO hat ein Klassifizierungssystem zur Kennzeichnung von Pflanzenschutzstoffen etabliert. Dieses sieht vier verschiedene Klassen vor. Formulierungen der Klasse I der WHO stellen in bestimmten Anwendungssituationen ein Sicherheitsrisiko für den Anwender dar. Um einen verantwortungsvollen Umgang mit seinen Produkten zu fördern und seine Produktpalette stetig zu verbessern, hat sich das Unternehmen 1995 verpflichtet, Produkte der WHO-Klasse I schrittweise zu ersetzen. Die Einstufung unseres o. g. neuen Produkts Chlothianidin als „Organophosphat-Alternative“ ist daher ein wichtiger Schritt zum sukzessiven Ersatz der WHO-Klasse-I-Produkte. Wir haben inzwischen den Vertrieb einiger dieser Produkte schrittweise eingestellt und im Einklang mit dem FAO-Kodex einige der Formulierungen geändert. Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, unser selbst gesetztes Ziel zu erreichen.

Gezielter und effektiver Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
Unser Ziel ist es, neue Pflanzenschutzmittel zu entwickeln, die eine hohe biologische Wirksamkeit bei gleichzeitig reduzierter Aufwandmenge haben und die besonders verträglich für Mensch und Umwelt sind. All diese Ziele vereinbart die Saatgutbehandlung, die klare ökonomische und ökologische Vorteile bringt: Durch den Schutz des Saatkorns ist die junge Pflanze von Anfang an gesund, und im Gegensatz zu der ganzflächigen Spritzanwendungwird die Aufwandmenge pro Flächeneinheit erheblich reduziert. Dies schützt die Ökosysteme, weil beispielsweise Nützlinge durch diese Art der Behandlung nicht erfasst werden.

Dass das Saatgutbehandlungsmittel Gaucho® mit dem Wirkstoff Imidacloprid vor allem Mitte der 90er-Jahre von vereinzelten Bienenzüchtern für unerklärte Bienenverluste in Frankreich verantwortlich gemacht wurde, beunruhigte uns sehr. Mittlerweile haben jedoch zahlreiche Studien von anerkannten internationalen Wissenschaftlern belegt, dass die Anwendung von Gaucho® in verschiedenen Pflanzenkulturen sicher für Bienen ist. Genauso wie die Bienenexperten sind auch wir der Ansicht, dass die periodisch beobachteten Probleme bei der Bienengesundheit auf mehrere Faktoren zurückzuführen sind, wie beispielsweise Parasitenbefall (insbesondere Varroa-Milben), Umwelteinflüsse und landwirtschaftliche oder imkerliche Praktiken.

Auch bei der Anwendung und Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln wird die Produktverantwortung bei uns groß geschrieben: Intelligente Applikations- und Verpackungstechniken können wesentlich zu einer optimierten Produktverwendung und Sicherheit beitragen. Dazu gehören auch Schulungsprogramme zum sicheren Umgang mit unseren Produkten, die auf die Bedürfnisse der Landwirte in den jeweiligen Ländern abgestimmt sind. Unsere Produktverantwortung hört aber nicht mit der Verwendung des Produkts auf, sie schließt auch das Leergutmanagement und gegebenenfalls die Entsorgung überlagerter Produkte ein. Bei überlagerten Beständen im Besitz von Regierungen ist Bayer CropScience eine der federführenden Firmen in Projekten, die sich für eine sichere Entsorgung dieser Bestände einsetzen. Das Unternehmen beteiligte sich finanziell und fachlich an der Beseitigung von Beständen in verschiedenen Ländern.

Modernes Saatgut für eine gesunde Ernährung
Bayer CropScience leistet mit seinen Technologien einen Beitrag, um Ernten zu sichern und qualitativ hochwertige landwirtschaftliche Produkte zu erzielen. Dabei helfen nicht nur Planzenschutz Maßnahmen, sondern auch verbessertes Saatgut. Wir entwickeln beispielsweise Pflanzen, die Stress-Situationen, wie vorübergehende Trockenheit, besser überbrücken können. Dies wird durch die klimatischen Veränderungen in vielen Anbauregionen der Welt zukünftig ein wichtiger Faktor sein.

Mit dem raschen Anstieg der Lebenserwartung in vielen Ländern steigt der Bedarf an geeigneter Ernährung zur Gesunderhaltung und zur Reduzierung von Krankheitsrisiken. Die Pflanzenbiotechnologie wird mehr und mehr dazu beitragen, Ernteerträge zu steigern und Pflanzen noch gesünder zu machen. Im Rahmen einer Kooperation entwickelt das amerikanische Unternehmen Cargill auf der Basis von hochwertigem Rapssaatgut aus der Bayer-Crop Science Forschung ein verbessertes Rapsöl mit höherem Ölsäuregehalt und besserer Hitzestabilität. Diese neuen Eigenschaften sind beispielsweise beim Einsatz als Frittieröl von Vorteil für Gesundheit und Geschmack. Gentechnisch veränderte Pflanzen können außerdem als nachwachsende Rohstoffe zur Energiegewinnung oder als Rohstoffe für die industrielle Weiterverarbeitung eingesetzt werden bzw. als Produktionssysteme für Medikamente.
Hauptsitz: Monheim
Standorte: in mehr als 120 Ländern der Welt
Mitarbeiter: ca. 18.800 (2005)
Umsatz: 5,90 Mrd. Euro (2005), 5,95 Mrd. Euro (2004)
Spezielle Richtlinien: „Die Selbstverpflichtung von Bayer CropScience für Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (QHSE)“, 2002; Leitlinien und Kernanforderungen eigenverantwortlicher Produktbetreuung (Product Stewardship), 2004
Managementsysteme: Bayer CropScience führt ein integriertes Managementsystem für Qualität, Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umwelt ein, das mit den weltweiten Grundlagen für verantwortliches Handeln (Responsible Care) und nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development) übereinstimmt. Die erfolgreiche Umsetzung wird durch Audits, Managementbewertungen und – soweit nötig – durch Verbesserungsaktionen überwacht.
Für das Produktportfolio relevante Zertifizierungen: ISO 9001, ISO 14001, OHSAS 18001. Darüber hinaus haben einzelne Standorte oder Abteilungen Zertifizierungen nach ISO 17025, GLP (Good Laboratory Practice), GMP (Good Manufacturing Practice) oder lokalen Umweltstandards.
Mitgliedschaften: CropLife International (Internationaler Verband der Pflanzenschutzmittel-Hersteller und der Bio-Industrie), ECPA (Europäischer Pflanzenschutzmittel-Hersteller-Verband), EuropaBio – Europäische Vereinigung der Bio-Industrie, Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie e. V. (DIB), Bundesverband der deutschen Pflanzenzüchter, Industrieverband Agrar (IVA)
Website: http://www.bayercropscience.com/
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Dr. Hagen Noerenbergzoom
Dr. Hagen Noerenberg,
Vorstandsvorsitzender
Bayer MaterialScience
Bayer MaterialScience

Dr. Hagen Noerenberg, Vorstandsvorsitzender Bayer MaterialScience
"VisionWorks, unseren Leitgedanken, nehmen wir wörtlich. Wir wissen, dass man Visionen braucht, um nicht nur heute, sondern auch in Zukunft das Vertrauen der Mitarbeiter, Kunden und Verbraucher zu erhalten. Daher setzen wir auf innovative Prozesse und Produkte, die die Lebensqualität steigern. Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung inklusive."

Als einer der weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Werkstoffen und innovativen Systemlösungen bietet Bayer MaterialScience (BMS) Produkte, die vielen Branchen als Vorprodukte für Alltagsgegenstände dienen. Unsere Produkte sind daher aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken und tragen entscheidend zur Lebensqualität bei. Hauptabnehmer sind die Automobil- und Bauindustrie, die Elektro- und Elektronikbranche sowie Hersteller von Sport- und Freizeitartikeln, Verpackungen und medizintechnischen Produkten. Zu den innovativen Entwicklungen aus dem Hause Bayer MaterialScience gehören der hochwertige Kunststoff Polycarbonat, Polyurethan-Rohstoffe für Hart- und Weichschäume, für Elastomere sowie als Basis für Lack-, Kleb- oder Dichtstoffsysteme. Einige der wichtigsten Marken von Bayer MaterialScience sind Makrolon®, ein Polycarbonat, aus dem z. B. CDs und DVDs hergestellt werden, Desmophen® und Desmodur® als Rohstoffbasis für Schaumstoffprodukte in der Möbel- und Bauindustrie sowie Baydur®, ein Polyurethansystem für technische Gehäuse. Getreu dem Leitmotiv von bms „Vision-Works“ sind Forschung und Entwicklung ein Schwerpunkt des Innovationstreibers bms, der nahezu täglich ein neues Patent anmeldet.

Energieeffizienz und CO2-Vermeidung im Fokus
Knapp 70 Prozent des Umsatzes von Bayer MaterialScience machen die Geschäftsfelder Polyurethane (Entwicklung und Produktion von Vorprodukten für Weichschäume, Hartschäume, Integralschäume Elastomere etc.) und Polycarbonate (u. a. die Premium-Marke Makrolon®) aus. Polyurethane kommen in Autositzen, Kühlschrankisolierungen und Wärmedämmungen ebenso zum Einsatz wie in Kunststoffrahmen für Solarmodule. Das Anwendungsspektrum der Polycarbonate erstreckt sich von Fahrzeugscheiben oder Dachkonstruktionen für Stadien bis hin zu Foliensystemen für Führerscheine und Ausweise aller Art. Eine Vielzahl dieser Anwendungen dient so der Wärmeisolierung oder ersetzt schwerere, unter höherem Rohstoffeinsatz produzierte Materialien wie Metall oder Glas. Die hochwertigen Kunststoffe ermöglichen erhebliche Energie- und CO2 Einsparungen bei zugleich sehr hoher Produktqualität. link

Energiesparende Chlorproduktion
Zu den energieintensivsten Produktionsprozessen in der Chemiebranche gehört die Herstellung von Chlor, einem wesentlichen Rohstoff für die Herstellung von Polyurethanrohstoffen und Polycarbonaten. Mit dem Einsatz der neuen Sauerstoffverzehrkathoden-(SVK)-Technologie bei der Elektrolyse von Salzsäure zu Chlor hat Bayer MaterialScience die Energieeffizienz dieses Prozesses deutlich verbessert: Die SVK-Technologie reduziert den Bedarf an elektrischer Energie um bis zu 30 Prozent gegenüber dem herkömmlichen Diaphragmaverfahren. Im Werk Brunsbüttel nahm BMS im Jahr 2003 die erste nach diesem neuen Verfahren arbeitende industrielle Anlage erfolgreich in Betrieb und wurde im Jahr 2005 von der amerikanischen „Electrochemical Society“ (ECS) für diese Innovation ausgezeichnet.

Autodächer der Zukunft
In der aktuellen Mercedes-A- und -B-Klasse kommt es zum Einsatz: das Dach mit fünf transparenten, grau getönten Lamellen, die aus dem Polycarbonat Makrolon® AG2677 von BMS bestehen. Dieser Werkstoff ist ein in seinem Eigenschaftsprofil speziell für die Automobilverscheibung optimierter Polycarbonat-Typ. Durch seinen Einsatz lassen sich völlig neue Designmöglichkeiten realisieren, die bisher bei Verwendung von Glas undenkbar gewesen sind. Ein weiteres Plus: Ein Makrolon®-Dach macht das Fahrzeug leichter, und weniger Gewicht bedeutet weniger Kraftstoffverbrauch. Polycarbonat bietet wegen der vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten, wie z. B. Spritzgießen, eine deutliche Reduzierung der Systemkosten durch Integration verschiedener Funktionen.

Sanierung von Trinkwasserleitungen
Trinkwasserleitungen sind zwar unsichtbar unter der Erdoberfläche vergraben, spielen aber eine lebenswichtige Rolle für unser tägliches Leben. Viele Wasserhauptleitungen datieren noch aus alten Zeiten und benötigen dringend eine Instandsetzung. So wird beispielsweise im Südwesten Englands seit einigen Jahren eine Generalsanierung des Trinkwasser-Leitsystems vorgenommen, das zum Teil noch aus viktorianischer Zeit stammt. Als Modellfall gilt die Stadt Plymouth in der Grafschaft Devon: Hier wurde erstmals ein Rohrleitungssystem mit dem großen Innendurchmesser von 36 Zoll (91,4 Zentimeter) saniert und innen mit einer Polyurethan-Schutzbeschichtung auf Basis von Bayer-MaterialScience-Lackrohstoffen versehen. Die UK Society for Trenchless Technology (UKSTT) zeichnete das Projekt 2003 als „bestes Renovierungsprojekt für große Rohrleitungssysteme“ aus. Eine möglichst kurzzeitige Unterbrechung der Wasserbereitstellung, zuverlässige Instandsetzung unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen und Unempfindlichkeit gegenüber schlecht vorbereiteten Oberflächen sind – neben der Einhaltung nationaler Trinkwassernormen – die Anforderungen, die eine moderne Beschichtung erfüllen muss. Die neue, gemeinsam von Bayer MaterialScience und E. Wood entwickelte, lösemittelfreie, umweltverträgliche und als Spray applizierbare Polyurethan-Beschichtung erfüllt alle diese Kriterien. Eine Schlüsselkomponente darin ist unser Desmodur® XP 2599. Mithilfe des neuen Beschichtungssystems können schadhafte Trinkwasserleitungen aus verschiedenen Materialien ohne Reduzierung der Kapazität wieder langlebig instand gesetzt werden, selbst bei Zerfall des ursprünglichen Rohres ist die Leitungsstabilität dauerhaft gewährleistet. Die teilweise erheblichen Wasserverluste können vermieden und die Dauer der Instandsetzungsarbeiten im Vergleich zu früher zudem wesentlich verkürzt werden. So gelang es, einen 150 Meter langen Rohrabschnitt mit einer Reihe von Hausanschlüssen innerhalb von anderthalb Tagen vollständig zu sanieren – mit herkömmlicher Technologie wären dazu etwa anderthalb Wochen nötig gewesen: Anlass genug, dass dieser bahnbrechenden Technologie der Queen´s Award for Innovation 2006 verliehen wurde.

Innovative Produkte
Ein Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung im Bereich Polyurethane sind die so genannten Verbundelemente. Hiermit lassen sich durch geschickte Kombination von leichten Materialien, die auch aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, mit speziell entwickelten Polyurethansystemen völlig neue Eigenschaftsprofile generieren. Herausragende Eigenschaft solcher Elemente ist eine sehr hohe mechanische Belastbarkeit bei geringstem Gewicht. Moderne Technologien ermöglichen die effiziente Herstellung von Bauteilen mit bisher nicht realisierbarer Formgebung, z. B. für den Automobilbau. Beispielhaft angeführt seien in diesem Zusammenhang das Multitec®-Sprühverfahren und die Baypreg®-Honeycombtechnologie, mit der u. a. der Ladeboden des Opel Vectra Caravan oder der Heckspoiler des Daimler-Chrysler Crossfire hergestellt werden.

Das Zukunftsmanagement
Visionen und Ideen sind der Ursprung – sie stehen am Beginn der Innovationskette. Für Bayer MaterialScience gehört Innovation neben Effizienz und Wachstum zu den drei vorrangigen Unternehmenszielen. Mit neuen Produkten und Anwendungen der vergangenen fünf Jahre erwirtschaftet das Unternehmen derzeit einen Anteil von rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes. Rund 2.000 Projekte befinden sich in der Entwicklungspipeline.

Bei jeder Innovation, bei jeder neuen Technologie sind neben dem eigentlichen Nutzen auch die
Sicherheit sowie die Umweltrelevanz und damit die Akzeptanz in der Gesellschaftzentrale Kriterien dafür, ob sie in breitem Maßstab eingesetzt werden kann. bms führt daher einen intensiven Meinungsaustausch mit Politik und Wissenschaft und hat in den Fachgremien der chemischen Industrie die Gründung von Forschungsinitiativen unterstützt.

Chancen der Nanotechnologie
Mit Nanotechnologie und Nanomaterialien werden in technischer wie wirtschaftlicher Sicht große
Erwartungen verknüpft. Es werden Chancen gesehen, innovative Produkte und Prozesse zu entwickeln, die sowohl völlig neue Anwendungsgebiete erschließen als auch Altbekanntes weiterentwickeln. Dies schließt Produkte und Prozesse mit ein, die die alltäglichen Belastungen unserer Umwelt reduzieren sollen oder die es ermöglichen, unsere natürlichen Ressourcen hocheffizient einzusetzen. Als forschungsorientiertes Unternehmen setzt BMS deshalb auf Innovationen durch die Nanotechnologie.

Wachsende Bedeutung hat die neue Technologie besonders bei der Erzeugung hochwertiger Materialien. Gerade Bayer MaterialScience ist in Sachen Nanotechnologie gut aufgestellt und hat Produkte im Markt, die auf dieser Technologie beruhen. Dazu zählen z. B. Klebstoff-Rohstoffe, Polycarbonat-Blends mit verbesserten Flammschutz-Eigenschaften, kratzfeste Lacke, hochspeicherfähige Kunststoffmedien sowie Materialien für die Elektroindustrie.

Parallel zur Innovationserschließung betreibt Bayer auch eigene Risikobetrachtungen auf dem Gebiet der Nanotechnologie. Um deren potenzielle Risiken zu erfassen, arbeitet Bayer gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und Forschung in firmenübergreifenden, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dessen Initiative „Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft“ geförderten Projekten wie „NanoCare“ oder „Tracer“ mit anderen Unternehmen und akademischen Wissenschaftseinrichtungen zusammen. So z. B. mit dem Institut für Toxikologie und Genetik am Helmholtz-Forschungszentrum Karlsruhe. Neben diesen Projekten engagiert sich Bayer in weiteren Forschungsinitiativen und Expertengruppen der nationalen und internationalen Chemieverbände, u. a. in den Arbeitsgruppen des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) und im Arbeitskreis „Responsible Production and Use of Nanomaterials“ der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA).
Hauptsitz: Leverkusen
Standorte: über 40 in allen Regionen der Welt
Mitarbeiter: ca. 18.800 (2005)
Umsatz: 10,7 Mrd. Euro (2005), 8,6 Mrd. Euro (2004)
Spezielle Richtlinien: „Politik für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Qualität“ (2004)
Managementsysteme: Basierend auf den Prinzipien der Responsible Care Global Charter hat BMS ein integriertes Managementsystem für alle Aspekte von Gesundheitsschutz, Sicherheit, Qualität und Umweltschutz.
Für das Produktportfolio relevante Zertifizierungen: Auf Basis des integrierten Managementsystems gilt für alle Standorte und Geschäftsbereiche eine Zertifizierung gemäß ISO 9001.
Mitgliedschaften: u. a. PlasticsEurope, ACC, API, ISOPA, ALIPA, EUROCHLOR
Website: http://www.bayerbms.de/
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Dr. Andreas Reschzoom
Dr. Andreas Resch,
Geschäftsführer
Bayer Business
Services
Bayer Business Services

Dr. Andreas Resch, Geschäftsführer Bayer Business Services
"Bayer Business Services nimmt die Verpflichtung zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung sehr ernst. Mit unseren Systemen und Dienstleistungen tragen wir dazu bei, dass Bayer seiner ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. BaySIS und supreme sind zwei Beispiele, die darlegen, wie die nachhaltige Entwicklung durch Leistungen von Bayer Business Services gefördert wird."

Als „Shared Service Center“ erfüllt Bayer Business Services weltweit IT-basierte Dienstleistungen für den Konzern – Dienste, die Bayer Business Services als Business Process Outsourcing auch Unternehmen außerhalb des Bayer-Konzerns sowie der öffentlichen Hand anbietet. Das Angebot von Bayer Business Services konzentriert sich auf die Bereiche IT und Telekommunikation, Einkauf und Logistik, Personal- und Managementdienste sowie Finanz- und Rechnungswesen.

BaySIS® bündelt Standortinformationen
Eine dieser Dienstleistungen ist das im Hause entwickelte „Bayer Standortinformationssystem“ (BaySIS®): ein universelles Programm zur Erfassung und Auswertung von Umwelt- und Sicherheitsdaten. Jährlich liefern die rund 500 Standorte des Bayer-Konzerns mehr als 50.000 Datensätze zu Rohstoff- und Energieeinsatz, Abwasser- und Abfallmengen, Emissionen von Treibhausgasen oder Transportunfällen. Diese Datensammlung ermöglicht es Bayer, seine konsolidierten Konzern-Daten auf Knopfdruck bereitzustellen und bereits im ersten Quartal eines neuen Jahres vorzulegen. Damit ist BaySIS® unverzichtbar für das betriebliche HSE-(Health, Safety, Environment-)Management und die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Bayer.

Optimierung des Einkaufs
Als weitere Dienstleistung unterstützt Bayer Business Services seine Kunden dabei, beispielsweise den strategischen Einkauf, der wesentliche Beiträge zur Wertschöpfung eines Unternehmens leisten kann, bedarfsgerecht zu optimieren. Dafür handeln wir beispielsweise Einkaufsverträge mit Lieferanten aus, die dann in elektronische Katalogsysteme übernommen werden können. Dank dieser und anderer Lösungen konnten die Unternehmen des Bayer-Konzerns inzwischen einen Automatisierungsgrad in der Beschaffung von über 80 Prozent erreichen. Spezialmodule wie das Programm „Supplier Relationship Management“ (SUPREME) entwickelte Bayer Business Services zusammen mit den Einkaufsbereichen der Teilkonzerne und den anderen Servicegesellschaften mit dem auch ökologische und soziale Kriterien bei der Auswahl und Bewertung von Lieferanten abgefragt werden können. link
Hauptsitz: Leverkusen
Standorte: Argentinien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Singapur, Spanien, USA, VR China
Mitarbeiter: ca. 8.800 (inkl. Local Services und Ausgebildeten-Pool 2005)
Spezielle Richtlinien: Responsible-Care-Selbstverpflichtung der Bayer Business Services GmbH von 2003
Für das Produktportfolio relevante Zertifizierungen: ISO 9001:2000, SAP Customer Competence Center
Mitgliedschaften: Institute of Electronic Business (IEB), IT Service Management Forum, Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG), Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME)
Website: http://www.bayerbbs.de/
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Achim Noackzoom
Achim Noack,
Geschäftsführer
Bayer Technology
Services
Bayer Technology Services

Achim Noack, Geschäftsführer Bayer Technology Services
"Durch innovative Problemlösungen leisten wir unseren Beitrag zu Ausbeuteverbesserungen oder Emissionsminderungen und damit zu umwelt und ressourcenschonenden Verfahren. Planung und Bau von Anlagen auf hohem technischen und sicherheitstechnischen Niveau sind für uns eine ständige Verpflichtung. Dabei berücksichtigen wir Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie Arbeits- und Anlagensicherheit als wesentliche Elemente verantwortlichen Handels."

Bayer Technology Services bietet ganzheitliche Lösungen entlang des Lebenszyklus von chemischpharmazeutischen Anlagen: Entwicklung, Planung, Bau und Prozessoptimierung. Im Bayer-Konzern fungiert Bayer Technology Services als wissenschaftlich-technisches Rückgrat für die Entwicklung neuer Technologien und Verfahren.

Ein Beispiel aus dem Produktportfolio ist Bay-Flotech®, ein 2005 vorgestelltes Verfahren zur Entfernung suspendierter Partikel aus Abwasser und Prozessströmen. Dieses Verfahren nutzt eine patentierte Technologie zur Luftsättigung, die wenig Flockungshilfsmittel und wenig Energie benötigt. So können höchste Feststoffabscheideraten umweltfreundlich und bei niedrigen Betriebskosten erreicht werden.

Prozessoptimierungen und umweltorientierte Lösungen weltweit ausgerichtet
Bayer Technology Services ist das Kompetenzzentrum für Prozessoptimierung im Bayer-Konzern. Es
ist daran beteiligt, die Verantwortung für unsere ökologischen und sozialen Belange weltweit umzusetzen. Dazu gehört, dass wir an allen Standorten internationale Standards implementieren und überall nach dem Stand der Technik investieren. All unsere Standorte sind nach anspruchsvollen Qualitätsmanagementsystemen, etwa iso 9001, zertifiziert. Mit Stolz verweisen wir auf unsere weltweit größte Baustelle in Schanghai (China), die mit täglich rund 3.500 Arbeitern eine Unfallquote von nur 0,1 pro Million geleisteter Arbeitsstunden aufweist. Dies zeigt deutlich, wie gut unsere einheitlichen Standards weltweit umgesetzt werden.

Ein Beispiel für umweltorientierte Innovationen bei Bayer Technology Services ist ein neues Verfahren zum Transport großer Salzmengen für die Chlor-Alkali-Elektrolyse. Noch bis 2003 wurden allein für das Werk in Dormagen (Deutschland) täglich bis zu 1.600 Tonnen Salz zur Produktion von Natronlauge und Chlor mit offenen Lkw transportiert. Mit der Entwicklung des „Slurry-Verfahrens“ lässt sich das zur Verklumpung neigende Salz nun vom Hafen aus durch eine Rohrleitung pumpen. Auf diese Weise entfallen in Dormagen jährlich rund 25.000 Lkw-Fahrten zwischen Quai und Elektrolyse-Anlage. Auch außerhalb des Bayer-Konzerns ist das Verfahren auf großes Interesse gestoßen und wurde schon an mehrere internationale Unternehmen verkauft.
Hauptsitz: Leverkusen
Standorte: Belgien, Deutschland, Mexiko, Schweiz, USA, VR China
Mitarbeiter: ca. 2.100 (2005)
Spezielle Richtlinien: Leitlinie Gesundheitsschutz, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität in der BTS GmbH; HSEQ – Managementsystem für Gesundheitsschutz, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität
Für das Produktportfolio relevante Zertifizierungen: ISO 9001 (Planung und Bau von Industrieanlagen), SCC (Bau- und Montagetätigkeit für Industrieanlagen), ISO 17025 (Werkstoffuntersuchungen), Profepa Industria Limpia (Umweltschutz-Zertifikat in Mexiko als Standortbetreiber)
Mitgliedschaften: Forschungsgesellschaft Verfahrenstechnik e. V. (GVT), Verein Deutscher Ingenieure – Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI – GVC), Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie (NAMUR)
Website: http://www.bayertechnology.com/
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Dr. Klaus Schäferzoom
Dr. Klaus Schäfer,
Geschäftsführer
Bayer Industry
Services
Currenta

Dr. Klaus Schäfer, Geschäftsführer Currenta
"Verantwortung für Umwelt, Arbeitswelt und Gesellschaft gehört zu unseren Grundwerten. Dabei sind wir als innovativer Dienstleister für unsere Kunden genauso im Einsatz wie für unsere eigenen Mitarbeiter. Aber auch in allen anderen Bereichen haben wir immer ein Ziel im Blick: Wir wollen uns stetig verbessern und einen nachhaltigen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten."

Currenta bietet Dienstleistungen im chemisch-technischen Bereich an. Dazu zählen Energieversorgung, Entsorgung, Infrastruktur, Sicherheit, Technische Dienste, Analytik sowie Aus- und Weiterbildung. bis betreibt den deutschen Chemiepark von Bayer an den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen und betreut mehr als 50 Partnerunternehmen, die sich auf den Bayer-Werksgeländen angesiedelt haben – darunter die Lanxess AG. BIS vermarktet auch Grundstücke und Gebäude für Neuansiedlungen und hilft mit der „Bayer Chemie Start Up Initiative“ jungen Exis­tenzgründern im Chemiepark, ihre Geschäftsideen erfolgreich umzusetzen. Die angesiedelten Partnerunternehmen überzeugte ein umfangreiches Angebot: optimale logistische und technische Rahmenbedingungen durch vielfältige Produktverbünde und ein umfassendes Dienstleistungspaket.

Für das Personalmanagement des Bayer-Konzerns sind die Dienste von Currenta unverzichtbar: Das Unternehmen steuert u. a. das betriebliche Vorschlagswesen, den „Bayer-Ideen-Pool“. Für ihre eigenen Mitarbeiter hat bis Ende 2005 ein neues Programm für das „Betriebliche Eingliederungsmanagement“ (BEM) gestartet: Allen Mitarbeitern, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind, bietet das Unternehmen Beratung und Hilfe an. Da diese im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements erfolgt, können die Maßnahmen zur Wiedereingliederung mit Stressbewältigungsprogrammen und den Angeboten zur Gesundheitsförderung verknüpft werden.

Eine ebenso zentrale Rolle hat bis in der Kommunikation an den deutschen Standorten als direkter Ansprechpartner für Medien und Öffentlichkeit. Die Servicegesellschaft informiert über aktuelle Entwicklungen im Chemiepark und organisiert u. a. Bayer-Großveranstaltungen wie den bundesweiten „Tag der offenen Tür“, unseren „Sicherheitsdialog“ mit Nachbarn und Führungen von Besuchergruppen.

Forschung für den Umweltschutz
BIS ist auch in der Forschung und Entwicklung neuer Umwelttechnologien aktiv: Ein selbst entwickeltes Verfahren entfernt kostengünstig metallisches Quecksilber aus dem Rauchgas von Sonderabfall-Verbrennungsanlagen. Und im Juli 2005 hat die Servicegesellschaft ein Forschungsprojekt gestartet, dessen Ziel es ist, aus den organischen Bestandteilen der Klärschlämme durch Vergärung Biogas zu gewinnen und die verbleibenden anorganischen Anteile sicher auf der eigenen Sonderabfalldeponie zu entsorgen. Die Europäische Union fördert das Projekt innerhalb ihres Umweltforschungsprogramms LIFE.
Hauptsitz: Leverkusen
Standorte: Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen Currenta ist ein Joint Venture der Bayer AG und der Lanxess AG
Mitarbeiter: ca. 10.900 (inkl. Auszubildende 2005)
Spezielle Richtlinien: „Politik zu Gesundheitsschutz, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität“ (2004), „RC-Selbstverpflichtung Currenta“ (2003)
Für das Produktportfolio relevante Zertifizierungen: ISO 9001:2000, ISO 14001, EfbV(Entsorgungsfachbetriebsverordnung), SCC (Kontraktoren), ISO 17025, GLP, GMP, § 25 LAfG BAM/OFD, § 15 (4)TrinkwV 2001, ZLS § 9 Abs. 6 Gefahrstoffverordnung, Untersuchung von Altlasten auf Bundesliegenschaften, Untersuchungen nach der Gütegemeinschaft für Sekundärbrennstoffe
Mitgliedschaften: Neues Unternehmertum Rheinland e. V., Wuppertaler Kreis
Website: http://www.currenta.de/
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