Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsmanagement: in allen Bereichen gelebt
Responsible Care Lieferantenmanagement
Managementsysteme Stakeholder-Dialog
Nachhaltigkeit ist bei Bayer eine Kernaufgabe undwird in allen Unternehmensbereichen gelebt. Die
konzernweite Steuerung obliegt dem „Bayer Corporate Sustainability Board“, dem höchsten Gremium
für das Nachhaltigkeitsmanagement auf Konzernebene. Seine Mitglieder setzen sich aus den Forschungs- und Technologie-Vorständen der Teilkonzerne sowie den Leitern der Corporate-
Center-Bereiche Corporate Human Resources & Organization, Communications und Governmental & Product Affairs zusammen. Bei ihren vierteljährlichen Treffen unter Leitung des Konzernvorstands
für Innovation, Technologie und Umwelt legen sie gemeinsam Strategie und Ziele fest, beschließen
Konzern-Richtlinien sowie wesentliche Initiativen.

Aufbauend auf den Werten und Führungsprinzipien haben wir eine konzernweit gültige Sustainable Development Policy entwickelt. Sie wird durch Konzern-Richtlinien und -Positionen, unsere Verpflichtungen und unser Sustainable- Development-Performance-Management ausgefüllt
und gilt weltweit in den Ländern und Regionen, in denen Bayer vertreten ist.
Responsible Care: Bayer gehört zu den Erstunterzeichnern der neuen Charter 
Die „Responsible Care“-Grundsätze der Chemieindustrie, zu denen wir uns 1994 verpflichtet haben,
definieren das verantwortliche Handeln für Mensch und Umwelt bei allen unseren Aktivitäten – einschließlich unserer Produkte über ihren gesamten Produktlebensweg hinweg. Bereits unsere
1986 verabschiedeten „Leitlinien für Umweltschutz und Sicherheit“ folgten diesen Prinzipien. Unsere Verpflichtung zu Responsible Care haben wir als eines der ersten Unternehmen weltweit mit der Unterzeichnung der „Responsible Care Global Charter“ des Weltchemieverbands (ICCA – International Council of Chemical Associations) durch unseren Vorstandsvorsitzenden im Januar 2006 erneuert.

Neu in diesen Grundsätzen ist vor allem der konsequente Einbezug der gesamten Wertschöpfungskette in den verantwortungsbewussten Umgang mit Produkten sowie ein Management-System-Ansatz zu allen Aspekten von Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Auch der intensivere Dialog mit der Öffentlichkeit ist Bestandteil der Global Charter. Wir haben die Charter zum Anlass genommen, in unserer Position zu Responsible Care auch die Umsetzung in unseren Teilkonzernen und Servicegesellschaften festzulegen.
Corporate Sustainability Board
Die Grafik zeigt, wie das Thema Nachhaltigkeit im Bayer-Konzern umgesetzt wird: Das Corporate Sustainability Board
steuert das Nachhaltigkeitsmanagement und vertritt das Thema nach innen und außen. Es wird bei der Planung und
Umsetzung von der Sustainable Development Planning Group unterstützt.
top
Managementsysteme: Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität integriert 
Alle Teilkonzerne und Servicegesellschaften haben effektive Managementsysteme für Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität (HSEQ). Hinzu kommen Systeme und Regeln für spezifische
Anforderungen von Teilkonzernen und Servicegesellschaften, etwa die „Good Manufacturing Practice“ (GMP) für Arzneimittel bei Bayer HealthCare.

Infolge unserer Neuaufstellung in eine strategische Holding haben wir diese Systematik durch ein konzernweites Vorgehen zu HSEQ-Auditierungen ergänzt, das in unserer Richtlinie „Gesundheits-,
Sicherheits-, Umweltschutz- und Qualitäts- (HSEQ-) Audits“ niedergelegt ist. Sie ist im Oktober
2005 in Kraft getreten.

Eine wichtige Funktion im Rahmen von HSEQ kommt dem konzernweiten Gesundheitsschutz zu, für den beispielsweise in den Werken Leverkusen, Krefeld-Uerdingen und Dormagen der Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit (GHA) im Geschäftsfeld Sicherheit, Umwelt, Analytik der
Currenta vielfältige Leistungen erbringt. Ziel des umfassenden Gesundheitsmanagements ist die frühzeitige Erkennung potenzieller Gesundheitsgefährdungen und deren Vorbeugung. Die Ambulanzen von bis sind das ganze Jahr über rund um die Uhr erreichbar, damit Beschäftigte im Notfall eine rasche medizinische Erstbehandlung erhalten.
Bayer-Werte
Die Steuerung der Nachhaltigkeit ist in alle Ebenen des Bayer-Konzerns integriert.
top
Lieferantenmanagement: Neue Leitlinie reduziert Beschaffungsrisiken 
Aus knapp 80 Ländern weltweit stammen die etwa 500.000 Rohstoffe, Produkte und Dienstleistungen, mit denen uns rund 40.000 Unternehmen beliefern. Der Großteil der Rohstoffe entfällt auf die Kategorien Aromaten, olefinische Produkte, organische Zwischenprodukte, Anorganika und Wirkstoffe. Ungefähr 95 Prozent unseres gesamten Beschaffungsvolumens beziehen wir aus Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die ökologisch-soziale Mindeststandards einhalten. Aber auch für die Lieferungen aus Nicht-OECD-Ländern haben wir Vorsorge getroffen: Unsere konzernweite Beschaffungsorganisation, die „ Bayer Procurement Community“, unterstützt unsere Selbstverpflichtung, „international anerkannte, ethische Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsbedingungen (beinhaltet auch die Bekämpfung von Kinderarbeit), Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung“ einzuhalten – wie dies in der 2005 neu gefassten „Leitlinie Procurement Community“ konkretisiert wird.

Mit dem im Frühjahr 2003 eingeführten „Supplier Relationship Management System“ (supreme) verfügen wir im konzernweiten Einkauf über ein Instrument, mit dem wir unsere Lieferanten nicht nur nach Qualität und Preis, sondern auch nach ethischen Aspekten bewerten können: Bei der Vorauswahl von Lieferanten prüfen wir, ob sie sich zur „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen (UN) und zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bekennen. Je nach Bereich und Teilkonzern kommen weitere Aspekte hinzu. Von Baufirmen verlangen wir beispielsweise Zertifikate nach internationalen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutznormen (z. B. SCC Sicherheits Certifikat Contraktoren). Erfüllen die Betriebe unsere Anforderungen nicht, schließen wir sie in der Regel vom Auswahlprozess aus.

In Schwellenländern setzen wir allerdings verstärkt auf einen kooperativen Ansatz: So gelang es uns in Brasilien beispielsweise unter Beteiligung der Abrinq-Stiftung, Kinderarbeit bei einem unserer Zulieferer abzuschaffen. Ähnlich gehen wir in Indien vor. link
top
Stakeholder-Dialog: konzernweite Leitlinie in Arbeit 
Traditionell ist unser Dialog mit der Nachbarschaft an unseren Standorten besonders intensiv. Bei geführten Werksbesichtigungen für Besuchergruppen, Veranstaltungen für Schüler oder am jährlichen „Tag der offenen Tür“ erhalten die Bürger vor Ort einen Einblick in unsere Arbeit und kommen mit uns ins Gespräch. Am Bayer-Stammsitz Leverkusen nutzen wir unser 1991 eröffnetes Kommunikationszentrum, das „BayKomm“, für Veranstaltungen, die eine breitere Schicht unserer Stakeholder ansprechen. Jährlich folgen allein hier rund 140.000 Gäste aus dem In- und Ausland unserer Einladung zum Dialog.

Neben den klassischen Gruppen – Kunden, Mitarbeiter, Anwohner, Behörden – sind für uns weitere
externe Stakeholder auf nationaler wie internationaler Ebene von Bedeutung. Dazu gehören Investoren, Regierungsvertreter, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Verbraucherorganisationen. Den Dialog mit ihnen wollen wir in den nächsten Jahren ausbauen und stärker systematisieren. Denn zum einen hat ihre Einschätzung unseres Handelns einen immer größeren Einfluss auf unseren Geschäftserfolg. Zum anderen wollen wir aus dem Gespräch mit ihnen Hinweise erhalten, wie wir unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit steigern und damit Risiken reduzieren können. Bis Anfang 2007 wollen wir deshalb eine konzernweite Leitlinie für den Stakeholder-Dialog erarbeiten.

Im Oktober 2004 traten wir als erstes deutsches Chemieunternehmen der Global Reporting Initiative
(GRI) als „Organisational Stakeholder“ bei und unterstrichen damit unsere Bereitschaft, eigene Erfahrungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung in die internationale Diskussion um die Weiterentwicklung der GRI-Leitlinien einzubringen und von anderen Unternehmen zu lernen. Im Dezember 2005 fand in der Leverkusener Bayer-Zentrale das erste Treffen der GRI-Stakeholder in Deutschland statt, bei dem die neuen GRI-Leitlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung diskutiert wurden. Bayer hat sich an deren Erarbeitung als eines von wenigen deutschen Unternehmen intensiv beteiligt.
top
Suche
Suche
Links
 
 
 
Online-Berichtslinks
Geben Sie hier die Kennziffer des gewünschten Berichtslinks aus der Druckversion ein
 
Service
 
Downloads
 
Dialog
Seite verkleinern Normalansicht Seite vergrößern Textversion