Menschenrechte
Engagement für die Menschenrechte
Für die international verbrieften Menschenrechte einzutreten gehört zur Unternehmenspolitik von Bayer. Niedergelegt ist dies nicht nur in unserem Verhaltenskodex: Mit der Mitgliedschaft im „Global Compact“ sowie dem förmlichen Anerkennen der „OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen“ und der „Dreigliedrigen Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch den Vorstand der Bayer AG unterstreichen wir diesen Anspruch.

Indien: Projekt zum Schutz vor Kinderarbeit entwickelt
Bayer CropScience hat in Indien, wo Kinderarbeit noch immer ein weit verbreitetes Phänomen in der Gesellschaft ist, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung von Kindern entwickelt. In seinen Verträgen mit den Zulieferern von Baumwollsaatgut legt das indische Tochterunternehmen Proagro fest, dass Kinderarbeit nicht geduldet wird und Verstöße geahndet werden.

Parallel dazu engagiert sich Bayer CropScience dafür, dass Kinder eine Schulausbildung erhalten. Daher hat Proagro einen Kooperationsvertrag mit der indischen Organisation Naandi Foundation unterzeichnet. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich der schulischen Ausbildung von Kindern im ländlichen Raum. Bis Anfang 2006 hat Naandi bereits 29 so genannte Creative Learning Centers (CLC) eingerichtet. Darin werden Kinder, die bisher in der Landwirtschaft und anderen Bereichen gearbeitet haben, auf eine Schullaufbahn vorbereitet. Bis Ende März 2006 wurden 700 Kinder in diesen Brückenschulen aufgenommen. Außerdem unterstützt Proagro die Fortbildung der Lehrer an den staatlichen Dorfschulen in diesen Dörfern und stellt z. B. Unterrichtsmaterial für den naturwissenschaftlichen Lehrplan bereit.

Obwohl Proagro nur einen Marktanteil von zwei Prozent in der Produktion von Baumwollsaatgut in Indien hat, stufen indische Verbände, internationale Institutionen wie die International Labour Organization (ILO), staatliche Stellen und Medien das Aktionsprogramm der Bayer CropScience in Andhra Pradesh als Vorreiterprojekt ein. Es umfasst u. a. Maßnahmen, die mittlerweile auch die Regierung in Andhra Pradesh zur Bekämpfung von Kinderarbeit empfiehlt.

Das Programm enthält neben dem vertraglichen Verbot zur Kinderarbeit u. a. folgende Elemente:

  • Wirtschaftliche Hilfe mit einem Mikrokreditprogramm für indische Bauern. Durch Bayer-Bürgschaften erhalten sie Zugang zu zinsgünstigen Bankkrediten und bleiben vor Wucherzinsen privater Geldverleiher geschützt.
  • Intensive Aufklärung der gesellschaftlichen Gruppen. Da alle in den Kinderschutz eingebunden sein müssen, konzentriert Proagro das Kinderschutz-Projekt in Modelldörfern.
  • Enge Kooperation mit nationalen und internationalen Organisationen zum Thema Kinderschutz.
  • Förderung der Kinder durch das Schulprogramm. Das Engagement für die Brückenschulen wollen wir weiter ausbauen.

Brasilien: Zusammenarbeit mit der Abrinq-Stiftung
Auch in Brasilien engagiert sich Bayer für die Rechte der Kinder. Durch die Zusammenarbeit des Geschäftbereichs „Consumer Care“ von Bayer HealthCare mit der „Abrinq-Stiftung für die Rechte des Kindes“ gelang es dem Bayer-Teilkonzern bereits vor neun Jahren, nur solche Lieferanten zu wählen, die Kinderarbeit nicht zulassen. Seit 2002 trägt die gesamte Bayer SA. das Logo der Stiftung als „kinderfreundliches Unternehmen“.
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