Bayer Young Environmental Envoys
In dieser Ausgabe stellen wir junge „Umweltbotschafter“ mit ihren Projekten vor, die uns im Rahmen des Programms „Bayer Young Environmental Envoys“ 2005 in Deutschland besuchten. Dabei handelt es sich um eine von vielen Aktivitäten, die wir im Bereich der Jugend-Umweltprojekte gemeinsam mit der UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, unterstützen. Im November 2005 luden wir 45 Umweltbotschafter aus 14 Ländern zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch nach Leverkusen ein. Dabei entstanden die Fotos, die im Bericht jeweils zwischen den einzelnen Kapiteln stehen. Mehr über die Bayer Young Environmental Envoys und die Partnerschaft mit der UNEP lesen Sie hier linklink oder im Internet unter http://www.unep.bayer.de/ 
Rahima Indira Hanifazoom
Rahima Indira Hanifa
Indonesien, vor der Konzernzentrale in Leverkusen
Geordnete Deponie zum Schutz von Mensch und Umwelt 
Im Jahr 2005 stürzte in der Stadt Bandung in West-Java eine riesige Mülldeponie ein. Die dadurch ausgelöste Müll-Lawine riss auch Menschen in den Tod. Das Unglück war die Folge eines raschen Bevölkerungswachstums, steigender Abfallmengen und unzureichender Regelungen der Abfallwirtschaft. Rahima Indira Hanifa, die in Bandung (Indonesien) Umwelttechnik studiert, hat sich dieses Problems angenommen und Konzepte für eine bessere Regelung der Abfallentsorgung entwickelt: „Ich möchte dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit hier in Zukunft oben auf der politischen Agenda steht.“





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Erwina Tobingzoom
Erwina Tobing vor der Müllverbrennungsanlage in Leverkusen-Bürrig
Wertvoller Haushaltsmüll
Erwina Tobing, die an der Universität von Padjadjaran in Bandung (Indonesien) studiert, beschäftigt sich mit der Verwertung des organischen Mülls in ihrer Stadt. „Haushaltsmüll ist eine wertvolle Ressource, die wir nutzen müssen. Wenn organischer Müll mithilfe von Würmern in Kompost verwandelt wird, kann er den Pflanzen als natürlicher Dünger dienen.“ Mit ihrem Konzept will Erwina natürliche Mechanismen für den Verwertungsprozess nutzen und so das Abfallaufkommen reduzieren.
 





 
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Cristiano Menezeszoom
Cristiano Menezes aus Brasilien vor dem Institut für Pflanzenkrankheiten in Monheim
Der stachellosen Biene eine Zukunft geben
Die Region „Triangulo Mineiro“ ist eines der am stärksten vom Raubbau betroffenen Gebiete Brasiliens. Um den Rinderherden ausreichende Weidemöglichkeiten zu bieten, werden große Waldflächen gerodet. Damit schrumpft auch der Lebensraum der dort beheimateten stachellosen Biene. Cristiano Menezes setzt sich für dieses nützliche Insekt ein, von dessen Existenz auch verschiedene einheimische Pflanzen abhängen. Für den Erhalt des Waldgebiets im „Triangulo Mineiro“ hat er hunderte Unterschriften gesammelt, die inzwischen der brasilianischen Regierung vorliegen. Cristiano ist optimistisch: „Vielleicht hat die stachellose Biene bald wieder eine Zukunft im brasilianischen Regenwald.“




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Yazmin Cobos vor der Kläranlage in Leverkusen-Bürrig
Auf der Suche nach alternativen Energien
In Kolumbien fallen bei der Herstellung von Alkohol stark belastete Abwässer an. Sie enthalten große Mengen organischer Materie sowie Salze und haben einen sehr niedrigen pH-Wert. Yazmin Cobos arbeitet seit einiger Zeit an der Behandlung dieser Abwässer mittels anaerober Vergärung (biologische Behandlung), um das Abwasser zu dekontaminieren und das entstehende Biogas als alternative Energiequelle zu nutzen. Dieses Abwasser kann auf Grund seiner Zusammensetzung nach der Behandlung als Dünger benutzt werden. „Ziel meiner Arbeit ist die Erhaltung von Wasserquellen und die Suche nach neuen Alternativen bei der Energiegewinnung.“




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George Muchina Nguri aus Kenia vor der Rückstandsverbrennungsanlage in Dormagen
Mit sportlichem Teamgeist für die Umwelt engagieren
Sport verbessert den Umweltschutz, davon ist George Muchina Nguri überzeugt und arbeitet deshalb beim Green Space Project des Mazingira Clubs im Nordosten Kenias mit. Durch gemeinsamen Sport lernen Jugendliche, Gleichgültigkeit und Egoismus zu überwinden und sozial verantwortlich zu handeln. „Das ist die beste Voraussetzung, um zu verstehen, dass unsere Umwelt eine wertvolle Ressource ist, die wir alle zusammen schützen müssen. Der Teamgeist im Sport hilft Jugendlichen in den ärmsten Regionen Kenias, an die Realisierung ihrer Träume zu glauben – und für den Erhalt einer Umwelt zu kämpfen, in der sich diese Träume leben lassen.“





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Dorota Bana?szoom
Dorota Banaś in einem Gewächshaus der Pflanzenschutzforschung in Monheim
Forschung auf der Sonnenseite
„Das Studentenwohnheim der Maritimen Universität von Gdynia könnte zum Großteil durch Solarenergie betrieben werden“, meint Dorota Banaś, die sich dem Klimaschutz verschrieben hat. Mit ihrer Abschlussarbeit an der polnischen Universität demonstriert sie deshalb eindrucksvoll, wie lohnend es ist, sich dauerhaft von fossilen Energieträgern zu lösen und neue Wege der Energiegewinnung zu gehen. Dafür hat Dorota die Rentabilität von Solarzellen auf Gebäudedächern geprüft, ihre Ideen im Feldversuch auf dem Hochschul-Campus getestet und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der regenerativen Energietechnologien geleistet.






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Jung-Ho Jungzoom
Jung-Ho Jung vor der Abfallverwertungsanlage in Leverkusen-Bürrig
Schutz für das zweitgrößte Wattenmeer der Welt
Mit über 400 Quadratkilometern ist Saemangeum in Korea das zweitgrößte Wattenmeer der Welt. Hier rasten die Zugvögel auf ihrer Reise von Asien nach Australien, die Flächen schützen die Bewohner der Küstenregion vor Sturmfluten, und der Schlick reinigt als natürlicher Filter verschmutztes Wasser. Die koreanische Regierung plant nun, das Wattenmeer trockenzulegen und für die Landwirtschaft zu nutzen. Jung-Ho Jung setzt sich als Mitglied einer Nichtregierungsorganisation für den Erhalt dieses kostbaren Lebensraums ein: „Wir müssen dieses Stück Natur für das ökologische Gleichgewicht der Region und für die Menschen retten.“


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